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Wer ist Günter Deckert?

 

Günter Deckert wurde am 9. Januar 1940 als Sohn des Orthopädie-Schuhmachermeisters Albert Deckert, Sulzbach/Bergstraße, und dessen Ehefrau Barbara, geb. Preßler, Laudenbach/Bergstraße, in Heidelberg geboren. Sein Vater fiel noch im Januar 1945 als Sanitätsgefreiter an der Ostfront (Kurland-Armee).

Günter Deckert wuchs als Kriegswaise mit Schwester und Bruder bei Verwandten in Weinheim (Baden-Württemberg) auf. Hier besuchte er Volksschule und Gymnasium, war Mitbegründer des Politischen Arbeitskreises Oberschulen (PAO), machte 1960 sein Abitur und erhielt für das beste Sportabitur die „Maul-Medaille“. Als Landesbester (Gausieger) von Nordbaden nahm er an der Olympiafahrt der Deutschen Sportjugend „Rom 1960“ teil.

Es folgte das Studium der Anglistik und Romanistik in Heidelberg, Kiel und Montpellier (Frankreich), wo er von 1963 bis 1964 als „Assistant d‘allemand“ (Assistent für Deutsch) am Joffre-Gymnasium tätig war. Günter Deckert war Mitglied der W(issenschaftlichen) V(erbindungen) Cimbria, Heidelberg, und Normannia, Kiel. U. a. war er 1963/64 1. Bundessprecher des Dachverbandes DWV (= Deutscher Wissenschafter Verband); seit einigen Jahren ist er auch Ehren-Alter Herr der Burschenschaft Arminia/Zürich zu Heidelberg/Karlsruhe.

Er war Studienreferendar in Heidelberg (Bunsen-Gymnasium), ab Ostern 1968 Studienassessor (StAss.) am Tulla-Gymnasium in Mannheim. Bereits 1972, mit 32 Jahren, wurde er wegen überdurchschnittlicher Leistungen zum Oberstudienrat (OStRat) befördert. Damit war er einer der jüngsten OStRäte in Baden-Württemberg. Günter Deckert ist seit 1966 mit Gerdi, geb. Demuth, verheiratet, hat eine Tochter und mittlerweile zwei Enkelkinder.

Seit 1969 war er darüber hinaus Leiter von Feriensprachkursen in England und Frankreich; er ist Mitverfasser eines Feriensprachbuches für Französisch. Für das Oberschulamt (OSA) Karlsruhe und später auch für das OSA Freiburg, in Verbindung mit dem Deutschen Jugendherbergswerk (DJH), Baden, war Günter Deckert bis Mitte der 70er Jahre Leiter von Lehrgängen für Lehrer aller Schularten zum Thema „Teorie und Praxis des Schullandheimaufenthaltes“. – Weiterhin war er Mitarbeiter der AG Schülerfahrten bei der DB-General-Agentur in Mannheim. Ihm wurde sogar eine Gastdozentur an der Pädagogischen Hochschule (PH) in Karlsruhe in Aussicht gestellt; sie scheiterte an den politischen (!) Rahmenbedingungen, d.h. wegen der „falschen Partei“.

Wegen seiner Mitgliedschaft in der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD), der er 1965 beigetreten war, wurde 1974 auf Grund des sog. Radikalenerlasses (= Berufsverbot-„Gesetz“ der Regierung Brandt, SPD) ein 1. Dienststrafverfahren gegen ihn angestrengt, das jedoch am 8. Mai (!) 1978 nach vier Instanzen mit einem Freispruch endete. Begründung: Die NPD ist nicht verfassungsfeindlich. 1976 erhielt er wegen „Verdiensten um die deutsch-amerikanische Freundschaft“ im Rahmen von Jugendbegegnungen die Ehrenbürgerschaft der US-Stadt Michigan City, die noch heute besteht. Ein 2. Dienststrafverfahren, erneut wegen des Radikalenerlasses, wurde 1982 eingeleitet. Wegen drohender Entlassung aus dem Schuldienst – die Mußgnug-NPD war nicht bereit, ihn finanziell abzusichern – verließ er die NPD noch im gleichen Jahr, wurde aber dennoch – trotz bester Dienstzeugnisse – 1982 für die Dauer von drei Jahren zum Studienrat (StRat) degradiert, was einer Geldstrafe von etwa DM 30.000,– gleichkam. Eine finanzielle Unterstützung lehnte die Mußgnug-NPD ab. Am 9. November (!) 1988, ein Jahr vor dem „Berliner Mauerfall“, wurde Günter Deckert in Folge eines 1985 erneut angestrengten 3. Dienststrafverfahrens wegen „mangelnder Distanzierung vom Rechtsradikalismus“, d. h. NPD und Umfeld, aus dem Schuldienst des CDU-Landes Baden-Württemberg entlassen und bekam obendrein noch den Pensionsanspruch aberkannt.(*1) Er bekommt seit Februar 2005, einen Monat nach seinem 65. Geburtstag, eine Angestelltenrente, die weniger als ein Drittel seiner möglichen Beamtenpension beträgt.

Günter Deckert schlug sich einige Zeit als angestellter Verkaufsleiter und ab Mai 1989 als selbständiger Übersetzer, Reiseleiter und Vertriebsberater durch. Im Rahmen einer Dienstleistungsagentur mit angeschlossener Verlagsbuchhandlung organisierte er auch Sprach- und Kulturreisen. Von 1992-1995 war er zudem Geschäftsführer der „Deutsche Stimme“-Verlagsgesellschaft, des Verlages der NPD. Er ist Verfasser, Übersetzer und Verleger mehrerer Schriften und Bücher.

Günter Deckert ist Verfasser von:

1) NPD-Tesen/Forderungen zur Bildungs- und Ausbildungspolitik, Göttingen, 1969; hier als Mitverfasser (Frank-Dietrich Pölert, Dr. Uwe Rheingans, Wolfgang Frenz). 2) Jugend für Deutschland – Selbstdarstellung der Jungen Nationaldemokraten, Stuttgart, 1975. 3) NPD-Argumente Nr. 1: Jugendarbeitslosigkeit, Stuttgart, 1975. 4) NPD-Argumente Nr. 2: Deutschland – Ein Einwanderungsland?, Stuttgart, 1976. 5) NPD-Tesen/Forderungen zur Asyl- und Ausländerpolitik, Stuttgart, 1976. 6) Ausländer-Stopp – Handbuch gegen Überfremdung; Taschenbuch, Arndt-Verlag, Kiel, 1980. 7) Asyl – Gestern, heute, morgen; Eigenverlag, Weinheim, 1. Auflage 1989, 2. Auflage 1990. 8) Auf ein Wort – Anmerkungen zur Zeit. NPD-Argumente 2/1993, Stuttgart 9) Ausländerkriminalität – Eine Dokumentation nach amtlichen Unterlagen. 1969-1992; NPD-Argumente 1/94, Stuttgart, 1994. 10) Die Mannheimer „Ketzer“-Prozesse (§ 130: „Holo…“-Leugnung) 2005 bis 2009 gegen Ernst Zündel, Germar Rudolf und Sylvia Stolz; Eigenverlag, Weinheim, 2009.

Günter Deckert ist Übersetzer von:

1) Alain de Benoist: „Die USA – Europas mißratenes Kind“; „Blaue Reihe“, Herbig, 1979, aus dem Französischen. 2) C. Smith: „Ronald Reagan – Weltmacht am Wendepunkt“; Druffel-Verlag, 1980, aus dem amerikanischen Englisch. 3) Henri Roques: „Die Geständnisse des Kurt Gerstein“; (Doktorarbeit, Universität Nantes, Frankreich), Druffel-Verlag, 1986, aus dem Französischen. Erweiterte Neuauflage unter dem Titel „Holo…/ Shoa(h) – Die Geständnisse des SS-Mannes Kurt Gerstein. Zur Problematik eines Schlüsseldokumentes“, Eigenverlag, Weinheim, 2012; noch lieferbar. 4) R. F. Nicosia: „Hitler und der Zionismus“; Druffel-Verlag, 1989, aus dem amerikanischen Englisch; antiquarisch noch erhätlich. 5) David L. Hoggan: „Meine Anmerkungen zu Deutschland – Der anglo-amerikanische Kreuzzugsgedanke im 20. Jahrhundert; Grabert-Verlag, Tübingen, 1990; aus dem amerikanischen Englisch. 6) Helmut Gordon: „Kriegsreden 1936-1941 – Das Kesseltreiben gegen Deutschland; Druffel-Verlag,1991, aus dem Englischen. 7) „Jean-Marie Le Pen und die FN (Front National) – Hoffnung für Frankreich, Modell für Deutschland?; DAGD/Germania-Verlag, Weinheim, 1992, aus dem Französischen. 8) R. Passmore/J. Rawlings: „Die Postgeschichte der Nürnberger Reichsparteitage“; DAGD/Germania-Verlag, Weinheim, 1993, aus dem Englischen. 9) David Irving: „Adolf Hitler, Führer und Reichskanzler 19331945“; Milleniumausgabe 2002, aus dem Englischen; beim Dresdner Winkelried-Verlag 2013 erschienen. 10) Carlo Mattogno: „Auschwitz – Die erste Vergasung. Gerüchte und Wirklichkeit“; Castle Hill Publishers, Hastings, England, 2007, als Endbearbeiter. 11.) Jacques Benoist-Méchin: Zwischen Pétain und Hitler, 376 S., Gilching / Obb. 2012, hier als Mitübersetzer

Günter Deckert ist Verleger von:

den unter 3) (2. Auflage, Weinheim, 2012), 7) und 8) genannten Titeln sowie des Buches von Anntohn/Roques „Der Fall Günter Deckert – Märtyrer für Forschungs-, Meinungs- und Redefreiheit im Spannungsverhältnis von Geschichte/Zeitgeschichte, Justiz und Politik“, DAGD/Germania-Verlag, Weinheim, 1994. Dieses Buch gehört zu den Büchern, die der „brddr“-deutschen „Bücherverbrennung“ zum Opfer gefallen sind!

Günter Deckert – Der „Vereinsmensch“

Er ist bzw. war Mitglied mehrerer Weinheimer Vereine, Förderer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), war Jugend-Trainer und Jugend-Betreuer beim 09 Weinheim, Abt. Handball, und beim Odenwaldklub (OWK).(*2) Er ist Träger der Verdienstnadel der beiden letztgenannten Vereine. Er ist auch 1. Sprecher des Vereins „Bürger für aktive Freiheit /Jahnjugend e. V.“, der neben Sonnenwendfeiern auch die jährlichen Weinheimer Volkswandertage (DVV/IVV) und zuvor den Weinheimer DLV-Volkslauf durchführte. Von 1981 bis 1995 war er Veranstalter des jährlich im Weinheimer Bürgerhaus stattfindenden „Kurpfälzer Forums“.

Günter Deckert – Der politische Mensch und Staatsbürger

1962 trat Günter Deckert der FDP-Jugend „Deutsche Jungdemokraten“ (DJD) bei. Als der FDP-Jugendverband 1964 die Oder-Neiße-Linie als „polnische Westgrenze“ anerkannte, verließ er die DJD in der Funktion des AG-Vorsitzenden von Weinheim und wandte sich der gerade gegründeten Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) zu. Er erkannte früh die Bedeutung der Jugendarbeit für die Partei. Folglich gehörte er dem ersten Führungsgremium der Jung-NPD in Baden-Württemberg als Obmann von Nordbaden an, war 1969 (Weinheim) neben dem inzwischen verstorbenen Winfried Krauß Gründungsmitglied der Jungen Nationaldemokraten (JN) auf Bundesebene und ist noch das einzige „politisch überlebende Gründungsmitglied“. Henning Jäde aus Franken ist bereits früh „ausgestiegen“ und hat es als Jurist in leitender Stellung (Leitender Ministerialrat) bis in die Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern geschafft…

1972 wurde er JN-Landesvorsitzender von Baden-Württemberg, 1973 JN-Bundesvorsitzender und bereits 1975 stellvertretender NPD-Parteivorsitzender mit dem Zuständigkeitsbereich „Öffentlichkeitsarbeit und Propaganda“. In dieser Eigenschaft war er verantwortlich für die inhaltlich-technische Planung der Bundestagswahl 1976 (in ehrenamtlicher Funktion).

Er war ständiger Redner auf Versammlungen nationaler Gruppen im vorpolitischen Raum. Als Kandidat der NPD bei Landtags-, Bundestags-, Kommunal- und Bürgermeisterwahlen erzielte er stets achtbare Erfolge; seine Wahlergebnisse zählten immer zu den NPD-Spitzenergebnissen. So erhielt er beispielsweise 1975 bei der Weinheimer Oberbürgermeisterwahl 25,3 % der Wählerstimmen und wurde 1976 in den Gemeinderat der Großen Kreisstadt Weinheim gewählt, dem er fortan bis 1999 in ununterbrochener Folge angehörte. Kreisrat des Rhein-Neckar-Kreises war er von 1989 bis 1999. Beide Mandate endeten nur deshalb 1999, weil Günter Dekkert zu diesem Zeitpunkt noch in Polithaft war (Entlassung Oktober 2000) und ihm per (Landes-) Gesetz („lex Deckert“) verboten wurde, weiterhin bei Kommunalwahlen in Baden-Württemberg zu kandidieren. Die Sperre endete zum Jahresende 2005.

Als Junglehrer gehörte er auch dem Heidelberger NHB an. Dort lernte er den späteren RA Ludwig Bock, der als Junge aus Ostpreußen vertrieben wurde, kennen. Als er zum Beamten auf Lebenszeit ernannt worden war (Studienrat = StRat), gründete er mit anderen NPD-Lehrern sowie der NPD nahestehenden Lehrern 1971 die „Arbeitsgemeinschaft nationaldemokratischer Lehrer“, die indes auf Grund des sog. Radikalenerlasses bald aufgelöst werden mußte.

1976 gründete Deckert, der sich seit frühester Jugend für den groß- und gesamtdeutschen Gedanken einsetzte, den Arbeitskreis „Deutschland ist größer als die Bundesrepublik“, den er noch heute betreut. Der AK brachte und bringt Spruchpostkarten heraus, den D-Umschlag, die D-Sondermarke (Motiv Brandenburger Tor), die D-Schullandkarte von 1928 u. a. mehr.

1982 verließ er wegen drohender Entlassung aus dem Schuldienst (siehe oben) die NPD, da die Mußgnug-NPD nicht bereit war, ihn, im Gegensatz zu J. Schütz… und U. Eigen…, finanziell abzusichern. Am 18. Januar 1991 (Bismarcksche Reichsgründung 1871) erfolgte der Wiedereintritt in die mittlerweile von einer schweren Krise geschüttelte NPD, hier die geplante „Liquidierung“ durch die alte Führungsriege: Martin Mußgnug, Schützinger, Seetzen, Kuhnt. Er wurde sofort wieder zum Kreisvorsitzenden von Heidelberg/Rhein-Neckar gewählt. Im gleichen Jahr wurde er auch als Wunschkandidat des Interims-Parteivorstandes unter Walter Bachmann mit übergroßer Mehrheit zum NPD-Parteivorsitzenden gewählt. Er stabilisierte die Partei und wurde in Folge immer wieder im Amt bestätigt – letztmalig (1995) mit fast 93 %!

Erst mit dem 8. November 1995 endete die Ära Deckert an der NPD-Spitze, nachdem ihn das System durch Verhaftung aus dem Verkehr gezogen hatte und zuvor ein interner Klüngel um Apfel, Eigenfeld, Voigt u. a. ihn über eine „Amtsenthebung“ ausschalten wollte. Die Schiedsgerichte auf Landes- und Bundesebene machten diese zwar rückgängig. Doch wurde dieser „Putsch“ durch das Wegsperren zu einer Tatsache. Am 10. März 2007 hat ihn dann sogar ein Parteigericht mit den Stimmen eines Aengen…, Lux und Reich… (unbedeutende, aber in diesem Fall wichtige Hiwis des Voigt-Klüngels) aus der Partei ausgeschlossen. Begründung u. a.: „… daß der Fortbestand der Mitgliedschaft den notwendigen Parteifrieden weiterhin stören würde.“

Günter Deckert und das „System brddr“

Günter Deckert ist kein Verbrecher, obwohl er mehr als fünfeinhalb Jahre, mit Unterbrechung, hinter Gittern verbringen mußte. Er nahm für sich lediglich das laut Grundgesetz theoretisch verbürgte Recht in Anspruch, in einigen zeitgeschichtlichen Fragen (wie auch in politischen Fragen) anderer Auffassung zu sein, als dies die in der „brddr“ Herrschenden fordern. Dieser Anspruch auf eine eigene Meinung, und sei sie noch so unbequem, ist aber jedermanns unveräußerliches Menschenrecht! Günter Deckert wurde ausschließlich wegen Meinungsdelikten angeklagt, verurteilt und eingesperrt. Kommentare und Meinungen führten zur Gesinnungshaft. Der erste Auslöser: Er hatte am 10. November 1991 vor laufender Kamera (Südwestfunk; federführender Redakteur ein gewisser Stefan Roller) einen Vortrag des US-amerikanischen Gaskammerfachmannes Fred Leuchter zu Fragen der Zeitgeschichte („Mythos Auschwitz“) simultan aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt und dabei angeblich wohlwollend kommentiert.

Eine Große Strafkammer (Vorsitzender Richter Nußbruch, SPDMitglied und nach eigenem Bekunden Jude) des Landgerichtes Mannheim verurteilte ihn im November 1992 wegen der Übersetzung des Vortrages zu einem Jahr Haft auf Bewährung sowie zu einer Geldstrafe von DM 10.000,–. Das Urteil wurde vom Bundesgerichtshof (BGH) aufgehoben und das Verfahren an eine andere Kammer des Landgerichtes Mannheim verwiesen.

Im März 1994 wurde von den Richtern Dr. Müller, Dr. Orlet und Frau Folkerts ein neues, fast gleichlautendes Urteil gefällt und obendrein die Vernichtung aller Videoaufzeichnungen des Vortrages angeordnet. Das Bekanntwerden der 67-seitigen Urteilsbegründung, in welcher Günter Deckert unter anderem als „hochintelligent“, „charakterstark“, als „Familienmensch“ und „Idealist“ bezeichnet wird, löste in gewissen Kreisen höchste Empörung aus. Die Medien, weltweit, überschlugen sich über Wochen hinweg in ihrer Berichterstattung über den „Fall Deckert“. Politiker aller Schattierungen übertrafen sich gegenseitig in Betroffenheitserklärungen angesichts dieses (in ihren Augen natürlich viel zu milden) „Skandalurteils“.

Der ungeheuere öffentliche Druck stellte die richterliche Unabhängigkeit in der „brddr“ sichtbar in Frage und führte letztlich zur „plötzlichen (?) Erkrankung“ der Richter Dr. Müller und Dr. Orlet und später zur vorzeitigen Pensionierung des letzteren.

Wie nicht anders zu erwarten, wurde auch dieses Urteil vom BGH aufgehoben und die Sache an eine Große Strafkammer des Landgerichtes Karlsruhe gegeben. Hier wurde Günter Deckert am 21. April 1995, bei gleicher Ausgangslage, wegen der Übersetzung des Vortrages durch drei Damenrichter – die Vorsitzende angeblich CDU-Mitglied – zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt.

Am 8. November 1995 wurde er „wegen Fluchtgefahr“ bei der Rückkehr aus einem Familienurlaub auf dem Frankfurter Flughafen wie ein Mafiaboß (der BGS war im Einsatz) verhaftet und in Gesinnungshaft genommen. Das Urteil war während seiner Abwesenheit rechtskräftig geworden; er hatte es im Fernsehen mitbekommen. Was ihn bei der Rückkehr erwartete, konnte er nicht ahnen.

In der Folge wurde Deckert mit immer neuen Prozessen überzogen, so daß er letztlich fast fünf Jahre im JVA-Zuchthaus Bruchsal wegen seiner politischen Meinung im Gefängnis verbringen mußte. In den USA und anderswo hätten seine „Taten“ nicht einmal zu Ermittlungsverfahren geführt. Haftlockerungen, die anderen „normalen“ Häftlingen großzügig zugestanden werden, wurden ihm über Jahre vorenthalten. So mancher Mörder, Vergewaltiger oder Rauschgifthändler hat es in der heutigen „brddr“ sowohl vom Strafmaß als auch von der Behandlung her weitaus besser. Erst am 25. Oktober 2000, nach fast 1.825 Tagen Haft, öffneten sich für den gewaltfreien „Gesinnungstäter“ Günter Deckert, der sich über all die Jahre treu geblieben war, wieder die Gefängnistore.

Noch während der Haft hatte Günter Deckert beschlossen, nach der Entlassung Jura zu studieren. Einmal aus Interesse, zum anderen wegen der Möglichkeit, auch über das 65. Lebensjahr hinaus tätig sein zu können, um seine Kleinstrente etwas aufzubessern. Er hatte noch in der Haft sowohl die zentrale Vergabestelle in Dortmund angeschrieben als auch die Universität Straßburg. Von Straßburg erhielt er die Zusage zuerst, später dann die für Heidelberg, was ihm lieber war. Er schrieb sich in Heidelberg ein. Sein Jurastudium nahm er im Sommersemester (SS) 2001 auf, genau 41 (!) Jahre nach dem Beginn seines Erststudiums.

Als dies „öffentlich“ wurde, setzte sofort ein Medienrummel ein, bei dem auch die Politik ihren Senf dazugeben mußte, u. a. ein gewisser Goll, FDP, Justizminister in Baden-Württemberg, der alles in seiner Macht Stehende tun wollte, um einen Rechtsanwalt Dekkert zu verhindern. Natürlich reagierte auch die Fachschaft Jura der Studierenden „systemgerecht“. Günter Deckert sei „unerwünscht“. Die Frage eines Rauswurfes hatte i. A. des Dekans der Juristischen Fakultät ein gewisser Prof. Mußgnug (!) zu prüfen, ein Vetter des ehemaligen NPD-Parteivorsitzenden. Er mußte, zum Leidwesen der Systemlinge, feststellen, daß Günter Deckert nicht „gegangen“ werden konnte.

Nach vier Semestern warf Günter Deckert, als er feststellen mußte, daß er wegen seiner Gesinnungshaft nie eine Zulassung als Anwalt bekommen würde, das Handtuch. Hinzu kam, daß er, nach eigenen Worten, „den Umfang und Zeitaufwand dieses Studiums gewaltig unterschätzt habe. Im Alter sei man auch nicht mehr so leicht bereit, zum Teil Unsinniges einfach auswendig zu lernen, weil es für einen Schein, eine Prüfung benötigt werde. Er habe auch kaum noch Freizeit gehabt. All das habe ihm den ‚Rückzug‘ leichter gemacht, zumal er ja bereits akademische Weihen habe.“ Deckert war noch längere Zeit Gasthörer bei Veranstaltungen zum Thema Presse-, Straf-, Parteien- und Versammlungsrecht. Auch jetzt geht er noch ab und zu als Gasthörer an die Heidelberger Universität, wenn ihn ein Thema besonders interessiert.

Die paar Semester Jura haben ihm jedoch einiges gebracht, wie sich bei seinen späteren Prozessen gegen das Landratsamt Freiberg, jetzt Mittelsachsen, und den Freistaat Sachsen wegen des „Deutschen Hauses Erzgebirge“ gezeigt hat. Günter Deckert hat, ohne Einschaltung eines Anwaltes, da kein Anwaltszwang bestand, das fünfährige Verwaltungsgerichtsverfahren auf allen Ebenen (VG Chemnitz sowie OVG Bautzen) gewonnen.

Verfaßt vom „Freundeskreis Günter Deckert“. Siehe auch Dr. Henri Roques (Hrsg.): „Günter Deckert – Der nicht mit den Wölfen heulte. 1940-2000“; 223 S., Broschur, Weinheim/B., 2001, vergriffen.

Nachtrag: Wegen der Endbearbeitung der deutschen Übersetzung von Carlo Mattognos „Auschwitz – Die erste Vergasung. Gerüchte und Wirklichkeit“ wurde Günter Deckert in zweiter Instanz vom Landgericht Mannheim zu einer sechsmonatigen Freiheitsberaubung verurteilt wegen „Beihilfe zur „Volksverhetzung““, von denen er nur (!) fünf Monate wegen „Überlänge des Verfahrens“ vom 2. Januar bis 31. Mai 2013 im Gefängnis in Mannheim absitzen mußte.

Das Oberlandesgericht Karlsruhe als Revisionsinstanz, das sog. Bundesverfassungsgericht wie auch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg haben das Mannheimer Urteil bestätigt. Auch der Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens wurde von den zuständigen Gerichten (LG Karlsruhe und OLK Karlsruhe) abgelehnt. Die fraglichen Urteile finden sich im Kapitel „Mein Weg ins Gefängnis“ der „Knast“-Erinnerungen von Günter Deckert „Hinter Gittern in deutschen Kerkern – Wie man als Geschichtsrevisionist abgestraft und kriminalisiert wird“. 

*1 Aufhänger war mein Beitrag „Raus aus der EG“, weil er in einem falschen Medium, hier dem NHB-Report, erschienen ist. (NHB = Nationaldemokratischer Hochschulbund; einen NHB gibt es leider nicht mehr…)

*2 Der OWK schloß ihn im Zusammenhang mit dem Leuchter-/Deckert-Verfahren aus.


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Günter Deckert – mit 32 Jahren einer der jüngsten Oberstudienräte (E / F) in Bad.-Württemberg / Opfer des Radikalenerlasses am 9. Nov. 1988 = | Existenzvernichtung --- Statt einer heutigen Pension von über 3500 € / Monat nur eine Kleinstrente von 930 €.